Inhalt

Pinterest

06. Juli 2020, Editorial

Instagram, Twitter, Facebook, Pinterest und Tik Tok: Das Angebot an sozialen Medienkanälen ist groß und so auch das Bemühen vieler Marketingabteilungen alle gleichzeitig zu bedienen, um uptodate zu bleiben. Was allerdings wirklich wichtig ist, ist passende Plattformen auszuwählen und gezielt mit passenden Inhalten zu bereichern.

Thema:

Kaufabsicht
marketing
Pins
Pinterest
Sammelleidenschaft
Shop integrieren
Social Media
visueller Content

Seitdem der Algorithmus geändert wurden – weg von Fan Pages und hin zu mehr Inhalten, die Freunde oder Gruppen posten – wird es immer schwieriger Kunden über Facebook und Co zu gewinnen, viele schauen sich daher nach Alternativen um, lassen Pinterest aber bisher oft links liegen. Dabei ist sie mit weltweit über 335 Mio. Usern eine der führenden Social Media-Plattformen.

Obwohl Pinterest mit über 1 Mio. Nutzern auch in Österreich viele User erreicht, nutzen erst wenige Unternehmen und Marken hierzulande das Potenzial der Online-Pinnwand. Dabei hat Pinterest bei seinem Launch als erste Plattform komplett auf Bilder gesetzt, eigentlich ein Volltreffer, denn visueller Content spricht mehr an als geschriebener. So lassen sich Kunden über Pinterest entlang der kompletten Customer Journey ansprechen. Wie also können Unternehmen auch dieses Tools gewinnbringend nutzen?

Sehen wir uns die Plattform einmal genauer an.

Was ist Pinterest?

Münzen, Briefmarken oder einfach Inspirationen. Sammeln liegt in der menschlichen Natur und das gilt auch online und im Social Media Format. Die Plattform Pinterest bietet mittlerweile mehr als 55 Milliarden Pins, die meistens als Bild auf zahlreiche Pinnwände gepinnt und geteilt werden, von Lieblingsrezepten, über Mode bis hin zu Möbeln. Anders als Instagram oder auch Facebook ist Pinterest keine Plattform für die Selbstdarstellung. Es wird vielmehr zur Inspiration und zur Ideensuche genutzt. Bei diesen sogenannten Pins handelt es sich um Lesezeichen, die mit der Website verknüpft sind, von der der Pin stammt. Ein weiterer Klick darauf bringt die Nutzer direkt auf die Website.

Durch einfaches “Pin it” wird ein Beitrag an die eigene Pinnwand angeheftet und sind auf diese Art und Weise wieder abzurufen. Interessant ist dabei, dass etwa 80 % des Traffics von mobilen Endgeräten stammen.

Für welche Unternehmen eignet sich Pinterest?

Vorreiter in Österreich ist eindeutig die Möbelindustrie. Hier erzielen IKEA, XXXLutz und Co außergewöhnliche Reichweiten. „Auf Pinterest ist vor allem die durchschnittliche monatliche Betrachteranzahl ein Erfolgsindikator für die Performance der Unternehmen. Hier erreicht IKEA Österreich allein auf seiner nationalen Pinterest-Seite aktuell über 2,4 Mio. Nutzer im Monat. XXXLutz und Mömax verzeichnen monatlich jeweils durchschnittlich 800.000 Views“, erklärt Markus Zimmer, Geschäftsführer von BuzzValue.

Der Online-Handel wird jedoch allgemein gerade stärker als je zuvor genutzt. Pinterest nutzt die derzeitige Coronakrise für sich und möchte zum digitalen Einkaufszentrum werden und hat als Reaktion darauf einige neue Funktionen für Händler zugänglich gemacht. Diese Funktionen helfen ihnen dabei, Pinner besser auf ihre Produkte aufmerksam zu machen und den Erfolg ihrer Produkte auf Pinterest leichter zu messbar machen. Auch kleine und mittlere Unternehmen können so besser entdeckt werden.

Direkt in der Suche kaufen

Auf Pinterest erstellen Nutzer Pinnwände zu bestimmten Themen, um Inspirationen zu sammeln und sich zum Beispiel Einrichtungsstyles und -tipps für später zu merken. Doch statt nur eine reine Visualisierung zu sein, können Pinner ab sofort in einem neuen Bereich der Pinnwand kaufbare Produkte der einzelnen Pins sehen. Über die Katalog-Funktion können sie ihren kompletten Produktkatalog hochladen und die einzelnen Artikel in kaufbare Produkt-Pins umwandeln.

Aus diesen Produkt-Pins können dann Anzeigen erstellt werden. Wird ab sofort nach einem Begriff gesucht, zeigt die Seite einen neuen Bereich an, in dem User vorrätige Produkte von verschiedenen Einzelhändlern kaufen können. Diese werden passend zum Suchbegriff ausgespielt und lassen sich auch nach Preis und Marken filtern. Über das neue Feld „Shop“ können Nutzer direkt über das Pinterest-Profil kaufen und Traffic für die Händlerseite generieren.

Ausblick

Pinterest bietet also vor allem Werbetreibenden einige Vorteile gegenüber anderen Social-Media-Plattformen, vor allem die Einbindungsmöglichkeit von Shopping-Funktionen. Schließlich begeben sich die Nutzer freiwillig mit dem Ziel der (Produkt-)Inspiration auf die Plattform, sie haben gewissermaßen schon eine Kaufabsicht im Hinterkopf.

Ähnliche Artikel

(Un)Limited?

INTERVIEW: Die Auswirkungen von Home Office, E-Learning & Co auf das Internet.

Editorial

Mit voller Fahrt ins neue Jahr!

Jetzt wird die Konkurrenz abgehängt

Editorial

Female Retail

Ein weiblicher Blick auf den Handel

Editorial

Hör mal zu

Auch in Zukunft werden sich Radiostationen weiterhin Gehör verschaffen

Editorial

Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Falls Sie diese Cookies bei Ihrem Besuch auf unserer Website nicht einsetzen möchten bzw. für weitere Informationen über Cookies, informieren Sie sich bitte in unseren Datenschutzbestimmungen Stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu?
ICH STIMME ZU