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Ist Cash noch King?

11. Oktober 2019, Editorial

Fakt ist: Die digitalen Möglichkeiten werden auch im Handel immer sichtbarer. Eine davon gehört schon seit langem zum Alltag: bargeldlos bezahlen. Eine Bestandsaufnahme.

Thema:

Apple Pay
bezahlmöglichkeiten
Cash
Digitalisierung
Pay Pal
Swish

„You know that we are living in a material world … “, wusste schon Madonna in ihrem Hit Material Girl aus dem Jahre 1985. Die Vorliebe fürs Materielle scheint nach wie vor ungetrübt, trotz digitaler Gesellschaft. Vor allem im deutschsprachigen Raum ist Cash immer noch King.

Europa und
das Bargeld

Österreich kann sogar den Titel als Bargeld-Nation Nummer eins für sich beanspruchen. Eine Studie fand heraus, dass nur jeder zehnte Österreicher sich eine Zukunft ohne Bargeld vorstellen kann. In keinem anderen Land ist die Ablehnung rein elektronischer Bezahlformen so stark. Doch auch bei der vermeintlich digital-affinen Gruppe der 18 bis 34-Jährigen gaben nur 17 Prozent an, dass es sich ohne Euroscheine gut leben ließe. Im Europaschnitt waren es 22 Prozent. Bezahlt wird dann doch noch lieber analog im Geschäft als digital über Plattformen, aber die Frage ist wie lange noch. Eine Situation, die in Schweden inzwischen undenkbar geworden ist. Das Skandinavische Land hat sich zum bargeldlosen Vorreiter unserer Zeit entwickelt. In immer mehr Geschäften, Restaurants und Tankstellen hängen Schilder, die darauf hinweisen, dass dort kein Bargeld akzeptiert wird. Hunderte Bankfilialen geben sogar keine Scheine und Münzen mehr aus. Und in vielen Kirchen steht der „Kollektomat“: eine Klingelbeutel-Maschine mit Kartenlesegerät. Alter Schwede!

Der Reiz des digitalen, bargeldlosen Einkaufens ist also unaufhaltsam und wird immer stärker unseren Lifestyle beeinflussen. Die Studie „Future Commerce – Handel 2025“ des Handelsverbandes fand heraus, dass zwei Drittel der österreichischen Internetnutzer zumindest einmal im Monat über das Internet einkaufen. Und bereits 60% der Millennials (im Alter von 14-29 Jahren) shoppen auch direkt via Smartphone. Man merkt also: Es ist ein Wandel im (Einzel-) Handel, der von der Transformation durch die Digitalisierung sehr stark betroffen ist.

Die neue Retail Realität: Das Smartphone als Multifunktionsgerät

Lösungen für das Bezahlen mit Smartphone gibt es viele. Apple Pay, Pay Pal, oder via Swish: die digitale Geldbörse ist der letzte Schrei. So funktioniert Apple Pay bereits mit zwei von drei Kassen-Terminals. Das einfache Bezahlen mit Fingerscan etabliert sich immer mehr. Wer es noch unkomplizierter mag, kann seine Einkäufe auch ganz easy mit der Apple Watch abwickeln. So wird das gute alte Portemonnaie demnächst zum Hipster Sammelstück.

Man kann aber auch wohltätig digital unterwegs sein. Mit der App “Swish” kann man beispielsweise Spenden vergeben oder seinen Freunden Geld überweisen, wenn man im Restaurant die Rechnung getrennt zahlen will.  Doch auch Sparkassen und Banken, Startups und der Handel setzen vermehrt auf eigene Lösungen für digitale Bezahlmöglichkeiten. Jeder scheint derzeit sein eigenes kontaktloses Süppchen zu kochen.

Auch personalisierte Kassen, die via Computer, iPad oder Handy gesteuert werden, sind kaum noch aus dem Handel wegzudenken. Kassensysteme, die sich flexibel mit jedem Kartenlesegerät oder auch einem vorhandenen Onlineshop verknüpfen lassen, werden in Zukunft ein wichtiges Tool sein um auf Kundenwünsche schneller und flexibler reagieren zu können. Die alten Kassen klingeln immer leiser. Beim Hipster Café ums Eck oder im Pop-Up Shop des Grätzls wird das längst gelebt: Die Kartenzahlung an der Kassa wird ganz easy über ein kleines drahtloses Gerät abgewickelt. Dank dieser mobilen digitalen Registrierkassen, kann auch die umweltfreundliche Generation angesprochen werden: Es gibt nämlich die Möglichkeit, sich seine Belege direkt per E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook oder anderen Messengern aufs Smartphone schicken zu lassen. Der lästige Papierkram ist Schnee von gestern und nebenbei tut man auch was für das ökologische Gewissen.

Für Händler lohnen sich diese bargeldlose Bezahlverfahren gleich doppelt. Eine Nielsen-Studie konnte nachweisen, dass Kunden mehr Geld ausgeben, wenn sie die Option haben, bargeldlos zu zahlen. Aber auch nervige Warteschlangen könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Wäre das nicht mal was?!

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