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Home Office

31. März 2020, Editorial

#stayathome #WFH #Corontäne – derzeit werden wir mit Hashtags überflutet, die uns zeigen, dass alle brav zu Hause sind. Und ja, in Zeiten von Corona und Social Distancing ist daheim das neue „place to be“. Doch obwohl das Arbeiten in den eigenen vier Wänden für viele ungewohnt ist, ist dies kein neuer Trend.

Thema:

Corona
Home-Office
Isolation
Retter in der Not
work-life balance

Oft verschrien als unproduktiv und wenig arbeitstauglich, hat sich das Modell über die letzten Jahre hinaus jedoch immer mehr bewährt. Immer mehr Firmen bieten ihren Angestellten an, einen Teil ihrer Arbeitsstunden im Home Office auszurichten.

Ein steigender Trend

Eine Befragung des Portals Statista aus dem Jahre 2018 ergab, dass während 2014 nur knapp jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) die Möglichkeit anbot, von Zuhause aus zu arbeiten, waren es 2016 bereits 31 Prozent und 2018 schon 39 Prozent. Inzwischen bieten also bereits vier von zehn Unternehmen ihren Angestellten an, vom Homeoffice zu arbeiten.

Aber innerhalb Europas gibt es starke Unterschiede. In Schweden, beispielsweise, arbeitet bereits jeder vierte Arbeitnehmer teilweise oder vollständig zu Hause. In den Niederlanden haben Beschäftigte sogar einen Rechtsanspruch, sofern keine unternehmerischen Gründe dagegensprechen. Auch in Großbritannien und Frankreich ist der Anteil an Heimarbeitern deutlich höher als in Deutschland.

Starke Unterschiede innerhalb Europas.

In Schweden, beispielsweise, arbeitet bereits jeder vierte Arbeitnehmer teilweise oder vollständig zu Hause. In den Niederlanden haben Beschäftigte sogar einen Rechtsanspruch, sofern keine unternehmerischen Gründe dagegensprechen. Auch in Großbritannien und Frankreich ist der Anteil an Heimarbeitern deutlich höher als in Deutschland.

Doch die Corona Krise hat uns einmal mehr vor Augen geführt, dass das Arbeiten, abseits der klassischen Bürostruktur immer wichtiger wird und jeder Angestellte hierfür ausgestattet sein sollte. Also jetzt Jogginghose und Couch, statt Anzug und Konferenzraum? Nicht unbedingt! Obwohl das Home Office oft einen schlechten Ruf hat und als Anleitung zum Gammeln gesehen wird, muss es nicht so enden.

Ich bin dann mal weg!

Wenn man an Home Office denkt, kommen einem meistens die Vorteile für die Angestellten in den Kopf. Aber der Spieß lässt sich auch umdrehen: Home Office bietet auch Vorteile für die Unternehmen. Denn nicht nur die Angestellten profitieren, sondern auch der Chef.

Unternehmen die ihren Angestellten die Option des Home Office ermöglichen, präsentieren sich als fortgeschritten und modern. Das hilft beim Anwerben von neuen und vor allem jungen Talenten.  Oftmals sind Studierende oder Top-qualifizierte Leute dazu verleitet ins Ausland zu gehen, um Jobs zu finden. Bietet man ihnen aber die Möglichkeit des Home Office an, hat man eine höhere Chance sie doch für sich zu gewinnen. Aus einer aktuellen Umfrage geht heraus, dass 37% der Befragten gerne einige Tage pro Woche von Zuhause aus und die anderen Tage wie gewohnt im Büro arbeiten würden. Wenn man also als Arbeitgeber auf die Wünsche seiner Mitarbeiter hört, kann das zu mehr Loyalität führen, denn das zeugt von Vertrauen, welches wiederum von den Angestellten geschätzt wird. Und die legen sich dann umso mehr ins Zeug, um dem Chef zu beweisen, dass er ihnen zu Recht vertrauen kann.

Und auch fürs Firmenportemonnaie, zahlt es sich aus. Denn wer eine flächendeckende Arbeit von Zuhause einführt, spart sich einiges an Kosten. Denn wenn nicht jeden Tag alle Mitarbeiter in der Firma sind, können Schreibtische geteilt und Büroflächen eingespart werden. Aus Umfragen geht heraus, dass ein Unternehmen rund 7.500 Euro an monatlichen Kosten sparen kann, wenn nur 25 Mitarbeiter vom Home Office aus arbeiten. Eine win – win Situation, denn diejenigen die das Home Office aktiv anfragen sind zufriedener, wenn man es ihnen ermöglicht. Das kann auch zu weniger Krankmeldungen führen. Wer sich wohler fühlt am Arbeitsplatz ist weniger krank und arbeitet produktiver. Und die Rechnung ist einfach: höhere Produktivität = höherer Umsatz. Und das wiederum freut den Chef.

Home Office and Chill

Immer mehr Mitarbeiter suchen nach der perfekten Work-Life-Balance und größerer Flexibilität. Da bietet sich das Home Office perfekt an.

 

  • Keine langen Anfahrtszeiten mehr
    Vorbei sind die Tage und Stunden, die man fluchend im Stau verbracht hat, während man sich gedanklich eigentlich schon auf der Couch beim Abendbierchen gesehen hatte. Viele Beschäftigte sind Pendler und die langen Arbeitswege würden, dank Home Office, wegfallen. Doch auch für alle andern, die mit dem Auto kommen, würden sich Kosten sparen lassen. Denn die ewige Parkplatzsuche, hohen Benzinpreise und Ticketgebühren sind beim Home Office definitiv kein Problem mehr.

 

  • Work-Life-Balance!
    Wer die Möglichkeit hat seine Arbeit von Zuhause aus zu erledigen, kann Arbeit und Privatleben besser kombinieren. Ein Traum auch für Eltern, um mehr Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen und sich die Zeit so einzuteilen, dass es sich auch mit dem Elterndasein kombinieren lässt.
  • Zum eigenen Rhythmus tanzen
    Egal ob man Team „der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder doch eher Team „Nachteule“ ist, jeder hat seinen eigenen Rhythmus und dem kann man sich beim Home Office anpassen. Doch auch kleine Dinge die einem im Büro gewaltig auf den Keks gehen können; Fenster offen oder zu, Radio an oder aus, kleine Gesprächsrunde oder nicht; sind beim Home Office kein Störfaktor mehr. Jeder hat seine persönlichen Vorlieben beim Arbeiten, welche bestens beim Home-Office ausgelebt werden können.
  • In der Ruhe liegt die Kraft
    Zuhause hat man keine Unterbrechungen durch Kollegen, Kaffeepausen oder lautstarke Telefonate. Man kann sich auf seine Arbeit fokussieren und wird nur bedingt abgelenkt. Durch die Ruhe und das gewohnte Umfeld steigt auch das Wohlbefinden und damit die Produktivität.

Feierabend?

Wie aus jeder Situation sollte man auch aus der derzeitigen Corona Krise und Isolation etwas Positives lernen. Wenn die Zwangs-Isolation also dazu führt, dass in Zukunft flexibler und digitaler gearbeitet werden kann, ist das ein wichtiger Schritt. Eins ist sicher: Home Office ist spätestens seit Corona kein Fremdwort mehr, sondern der Retter in Not.

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