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Retail Robots

09. Juli 2017, Editorial

Die Vision des automatisierten Handels. Durch die rasant fortschreitende Technologie in der Gegenwart sind Roboter nicht länger Zukunftsmusik.

Thema:

EINKAUFSHELFER
Kundenservice
Mensch und Maschine
Retail Roboter
Zukunft

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© Annelieke B

Beflügelt durch die Jetsons TV-Serie, die in den 60er Jahren produziert wurde und die Terminator-Filme haben Roboter längst einen festen Platz in der modernen Popkultur. Das Versprechen des selbstfahrenden Autos wird gerade in unseren Alltag eingeführt und auch der Einzelhandelsroboter wird bereits in unsere alltäglichen Einkaufserlebnisse integriert.

 

Doch was verändert sich durch den technisierten Einkaufshelfer und wo liegen die Vorteile für den Einzelhandel?

Von Science Fiction in die Realität

Seit der Geburt von „MM7“ erfolgte die Entwicklung des humanoiden Industrieroboters rasant.
Besonders im Verkauf ist diese Entwicklung deutlich zu spüren:

 

  • 2009 wurde der erste – mit UHF-RFID-Technologie ausgerüstete – mobile Shopping-Roboter ‚Toomas‘ entwickelt.

 

  • 2014 ein Android-Roboter in einem Baumarkt in Kalifornien eingesetzt, der auf Englisch und Spanisch die Kunden beraten und die gewünschten Produkte aus dem Regal holen kann.

 

  • Im vergangenen Herbst enthüllte das Unternehmen Best Buy einen Roboter namens „Chloe“, der Kunden in einem New Yorker Elektronikgeschäft Gegenstände wie DVDs und persönliche Elektronik in etwa 30 Sekunden aus einem gerahmten Sortiment von 15.000 Artikeln liefert.

 

  • Die amerikanische Messe „National Retail Federation“ stellte letztes Jahr das menschenähnliche Robotermädchen aus dem Hause RobotLAB vor, das über einen Flachbildschirm modische Tipps und Vorschläge zu einer gesunden Ernährung gibt.

 

  • Am Cyber Monday wurden sogar 15.000 semi-autonome Roboter eingesetzt, um die online Verkäufer effizient im Vertrieb von Waren zu unterstützen.

Handel 4.0

In der Industrie sind Roboter ein wichtiger Teil der Produktion. Hier sollen sie in der Industrie 4.0 noch mehr Verantwortung und Eigenständigkeit erhalten. Durch intelligente Steuerungen und Software werden sie künftig direkt mit dem Produkt kommunizieren und eigenständig und flexibel Produktionsschritte ausführen. Die Idee Roboter in den Ladenbetrieb zu verlagern, wächst vor allem im Bereich der Bestandskontrolle und der Bestandsaufnahme des Sortiments und unterstützt zudem den Einzelhändler bei der Adressierung von out-of-stock Artikeln und in-store-Inkonsistenzen.

 

Auch in der Medizin, im Pflegesektor und in der Hospitality-Branche werden intelligente Roboter eingesetzt – sei es beispielsweise als Chirurgie- und Pflegeroboter oder als Service-Roboter. Viele dieser Roboterlösungen kombinieren Mobilität, Konnektivität, Sensoring und Analytik. Ihr Potenzial verspricht eine höhere Auftragsabwicklung für Ladengeschäfte und Dienstleistungsbetriebe, obwohl der return on investment zumindest am Anfang ungewiss ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Aussicht auf eine kontinuierliche Wechselbeziehung zwischen Mensch und Maschine auf der Einzelhandels- und Dienstleistungsbasis scheidet jedoch die Geister. Der Gedanke beim Einkauf mit verschiedenen automatisierten Geräten zu agieren ist für viele Konsumenten eine faszinierende Vorstellung, denn der Retail Roboter bietet unvorstellbare Vorteile für Kunde und Verkäufer.

 

Zum einen nimmt der Retail Roboter dem Verkäufer viel Arbeit ab, dass es zu einer kürzeren Arbeitswoche bei gleicher Bezahlung kommen könnte. Darunter fällt auch die Übernahme von Arbeitsaufgaben, die für den Verkäufer mühsam und langwierig sind, so dass sich der Verkäufer auf die Quintessenzen seines Arbeitsgebiets fokussieren könnte – Kundenservice.

Zum anderen hilft der Retail Roboter dem Kunden die Produkte seiner Wahl in Sekundenschnelle zu finden und die Bestandsaufnahme aller vorhandenen Produkte in wenigen Minuten wiederzugeben. Eine zukunftsgewandte Entwicklung mit intelligenten Automaten hätte wohl auch Leonardo Da Vinci fasziniert.

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