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28. Juli 2017, Editorial

Wo sind Ihre Kunden? Mit Social Media “Marketing 3.0“ verstehen.

Thema:

Business Strategie
facebook
Marketing 3.0
Social Media

In sozialen Medien geht es nicht mehr einfach nur darum “Freunde“ zu treffen oder sich zu informieren. Die Reichweite des sozialen Marketings wird auch für B2B-Unternehmen zunehmend relevant. Um neue Kommunikationsstrategien zu verfolgen, die eigene Zielgruppe zu erreichen und Content Marketing zu betreiben.

 

Social Media Marketing Experte Ludwig Schrödl, CEO der ADO New Media GmbH, hat das erkannt.

Warum gehört Social Media Ihrer Meinung nach heute zu einer guten Business Strategie dazu?
Die Kunden sind heute keine klassischen Konsumenten mehr. Sie können durch Google und Co. jedes Produkt finden, seine Bewertungen von anderen ansehen. Sie möchten nichts verkauft bekommen, sondern mitentscheiden im Verkaufsprozess und so viel Informationen wie möglich erhalten. Der Kunde ist vernetzt, wie nie zuvor. Also muss der Hersteller Teil dieser Kommunikation sein, sonst findet die in Zukunft ohne ihn statt.
Die Unternehmen erkennen das zwar, versuchen aber die gesamte Information auf die Homepages zu packen, das ist aber nur ein Puzzleteil, mit dem sie auf sich aufmerksam machen können. Wir haben uns die Frage gestellt: wo treffen wir die Kunden heute an? Das sind die Sozialen Netzwerke. Und da werden wir aktiv.

Auf Social Media Plattformen natürlich und völlig authentisch präsentieren

Die sozialen Medien als zwangloser Kommunikationskanal, schön und gut. Wie kann ich als Unternehmen sonst noch davon profitieren?

Im Endeffekt ist ja jede Firma, jedes Unternehmen völlig egal auf welchem Gebiet, ein absoluter Experte. Und das ist der Punkt, an dem wir ansetzen. Was unterscheidet mich von anderen Mitbewerbern, was macht das Ganze besonders, vor allem aber auch, welche menschlichen Aspekte stecken dahinter, wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern um etc. …
Das sind Möglichkeiten, wie ich mich als Unternehmen auf Social Media Plattformen natürlich und völlig authentisch präsentieren kann. Mit Hilfe eines internen Social Media Teams oder einem externen Experten.

Gilt das auch für traditionelle Kleinunternehmer, die bis dato wenig mit Social Media Marketing am Hut hatten?

Ja absolut. Nehmen wir den kleinen Handwerksbetrieb her, einen Uhrmacher zum Beispiel. Der kann mit Facebook & Co zu einen seine Expertise nach außen tragen, zum anderen aber auch die ganzen Soft Facts mitnehmen: woran man gute Qualität erkennt, worauf er Wert legt, bei der Herstellung seines Produkts und auch im Umgang mit den Mitarbeitern.
Ein essentieller Part des Social Media Marketings ist, dass ich mir tatsächlich einen Asset aufbauen kann, das heißt, ich schaffe mir eine Community an Menschen, die in dem Themenbereich unterwegs sind, in den Bereich möchten oder sich aber damit auseinandersetzen. So habe ich, egal welche Geschäftsfelder ich irgendwann mal in diesem Themenbereich erschließen möchte, immer wieder die die Möglichkeit darauf zurück zu greifen.

Eine möglichst große Reichweite oder Community, das heißt viele Fans auf Facebook oder Instagram.Wie führt das automatisch zum Erfolg?
Wir differenzieren da. Eine riesige Reichweite ohne Interaktion bringt es eigentlich nicht. Wir glauben, dass es das perfekte Zwischenspiel zwischen eben einer großen Reichweite, auf die richtige Zielgruppe bezogen, und Interaktion sein muss.
Interessant wird es, wenn diese User sich mit den Inhalten einer Facebook-Seite beschäftigen. Es geht dabei um zum Beispiel Kommentare, Shares, Klicks auf den Link. Diese Reaktionen zeigen, wie relevant ein Thema für die Community ist. Ein großer Vorteil ist die direkte Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Das heißt ich kann mit meinen Kunden in Echtzeit kommunizieren und Feedback bekommen.

Welche Plattformen machen in Österreich am meisten Sinn?
Nummer eins ist eindeutig Facebook. Facebook hat in Österreich 3,7 Millionen User und einen Marktanteil von 74 % – also der absolute Platzhirsch. Weit danach kommen erst Tumblr, Youtube, Instagram, Twitter und Co., mit kleinen Prozentteilen.

Was sind sinnvolle Social Media Benchmarks?

  • Continuity. Immer und immer wieder Content bringen. Nicht versuchen etwas zu kreieren, sondern authentisch sein, hinterfragen, wer bin ich eigentlich und was ist mein USP.

 

  • Messbarkeit. Anschauen, was man macht, wieviel Budget ausgegeben wird und was unterm Strich dabei rauskommt. Weil einfach auch sehr viele Werbemittel verbrannt werden. Das geht damit einher, die richtigen (Analytics) Tools zu verwenden.
    Ein absolut wertvoller Tipp: Fanpagekarma.

 

  • Und last but not least, meine Devise – testen, testen, testen, weil es permanent eine Adaptierung dessen ist, was man bisher gemacht hat.

Danke, Herr Schrödl.

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