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Wiener Riesenrad in Lila-Schattierungen

BIG CITY LIVE: Mehr als Radio

18. August 2016, Editorial

Wien testet das digitale Radio. Und RADIO MAX ist dabei. Mit einem Sender, der durch handgemachtes Programm für Ohrwürmer sorgt.

Thema:

BIG CITY LIVE
DAB+
Digitales Radio
Musik Format

Vorbei die Zeiten, als Radiohörer die Antenne in obskure Winkeln gedreht haben, um Nachrichten rauschfrei zu empfangen. Oder sie ungeduldig darauf gewartet haben, dass der Moderator nach dem Lied doch bitte den Titel oder zumindest den Interpret verrät. Und sowieso: Radiohörer in Echtzeit vor dem Gerät sitzen mussten, wenn sie nichts verpassen wollten. Gut, sie sind fast vorbei, diese Zeiten. Denn: Am digitalen Radio wird in Österreich, genauer im Raum Wien, derzeit tüchtig gearbeitet. Die zweite Testphase zum – wie es offiziell heißt – Digitalen Audio Broadcasting+ (DAB+) wurde 2015 gestartet, jetzt ist auch RADIO MAX als Partner beim Probelauf dabei. Mit einem Programm, das hörbar anders ist.

Von Radio Max kommt der Großstadtsound für Wien, der sich so anhört, wie sich das Leben hier anfühlt: entspannt, hip, aber gleichzeitig aufregend.

Der neue digitale Sender „BIG CITY LIVE“ ist der Sound der urbanen Städter, die ganz genau wissen, was läuft: ein bisschen retro, ein bisschen modern und trendy und manchmal auch ein Stück weit voraus. Kernzielgruppe sind die eher kaufkräftigen 35- bis 59-Jährigen, die fest im Leben stehen. Wobei sich ganz sicher auch jüngere Hörer zwischen 25 und 35 Jahren in der Playlist wiederfinden. Klassiker von Nina Simone und Frank Sinatra gehen immer und taugen wunderbar als generationsübergreifender Großstadtmix. Moderne Interpreten – etwa Eliza Doolittle, Gregory Porter, Diana Krall, Blank & Jones – verleihen BIG CITY LIVE den zeitgemäßen Pepp. Etwas abseits vom Mainstream ist das Programm als reines Musikformat konzipiert, nur unterbrochen durch Jingles, angepasst an Tageszeit und Wochentag (entspannt, lässig oder anregend, partytauglich) und mit saisonalen Schwerpunkten. Natürlich spielt auch BIG CITY LIVE Weihnachtslieder, wenn es endlich wieder Adventkalender im Supermarkt gibt.

Beim Testbetrieb von DAB+ geht es nicht um Verkaufen oder POS-Bewerbung. BIG CITY LIVE soll als reines Musikformat zur Programmvielfalt beitragen.

Dabei geht es bei der Teilnahme von Radio Max am DAB+-Testbetrieb in erster Linie darum, neue Technologien zu entwickeln und einen Beitrag zur Programmvielfalt zu leisten. „Auch wenn DAB+ noch in den Kinderschuhen steckt, sind wir überzeugt davon, dass dies die Technologie der Zukunft ist. Mehr Senderauswahl bietet mehr Individualität und Programmvielfalt. Deshalb möchten wir von Radio Max mit BIG CITY LIVE von Anfang an dabei sein“, sagt Norbert Gavran, Geschäftsführer von RADIO MAX. Besonders schön zeigt sich die angesprochene Individualität auch in der Art, wie der Wiener Großstadtsound komponiert wird: von professionellen Musikredakteuren, die viel Liebe in Songauswahl und Programmierung stecken. Eine handgemachte Playlist gegen den verquirlten Einheitsbrei.

DAB+ bietet mehr Sender und eine bessere Qualität in Empfang und Ton. Zusatzinfos werden als Service für den Hörer, oder besser Nutzer, unentbehrlich.

Neben Radio Max, dem ja derzeit größten live-moderierten Einkaufsradio Europas, sind noch 16 andere Radiostationen beim Testen dabei. Etablierte wie Radio Arabella und Radio Energy, aber auch ganz neue Radiomacher wie das Radio Technikum der FH Technikum Wien. Was ganz gut zeigt, dass DAB+ tatsächlich Möglichkeiten zur Vielfalt bietet. Dazu kommt, dass durch die digitale Verbreitung von Audiosignalen – das + steht übrigens für die Übertragung in bester Tonqualität – Radio plötzlich zu mehr als Musik und Nachrichten wird. Zusatzinformationen wie Texte oder Bilder – also Songinfos oder Wetterupdates, Verkehrsmeldungen! – werden möglich. Also mehr Service, mehr Sender, mehr Flexibilität. Weil auch das Nachhören plötzlich kein Problem mehr ist. 2018 soll der Regelbetrieb mit bis zu 30 Sendern österreichweit starten, vorerst parallel zum analogen Signal. Norwegen ist hingegen einen Schritt weiter: Dort werden schon 2017 alle analogen UKW-Frequenzen abgeschaltet. Und dann passiert den drahtigen Antennenradios das, was die Kassetten schon hinter sich haben. Was sind Kassetten?

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