Inhalt

Die Zukunft des Einkaufens

27. Oktober 2016, Editorial

BILLA ist Pionier in Österreichs Supermarkt-Landschaft, was Innovation und Digitalisierung angeht.
Der neu aufgestellte Online-Shop ist das Herzstück.
Mit BILLA-Vorstand Robert Nagele sprechen wir über die Vorteile des Multi-Channel-Ansatzes und werfen einen Blick in die Zukunft des Einkaufens.

Thema:

BILLA
futurestore
Innovationen
Onlineshop
Retail

Introbild

©

Herr Nagele, BILLA bietet seinen Kunden laufend innovative Einkaufsmöglichkeiten und setzt da vor allem auf den Onlinebereich. Was war die wichtigste Innovation?

In den letzten 10-15 Jahren ist es in vielen Lebensbereichen zum Standard geworden, dass man im Internet bestellt und sich die Ware nach Hause schicken lässt.
Die Herausforderung der letzten Jahre war einfach nur, wie schafft man das auch bei Lebensmitteln? Das ist tatsächlich die Königsdisziplin.
Es gibt kühlpflichtige bzw. tiefgekühlte Ware und vor allem sehr frische Ware, die zum Teil nur einen Tag frisch sind, das heißt, wir können nichts mit der Post als Paket schicken, das sind sehr besondere Herausforderungen für einen Lebensmittel-Händler.
Ich bin froh und stolz, dass wir uns diesen Herausforderungen stellen und Vorreiter in Österreich sind. Wir sind die ersten die ein Vollsortiment an alle Adressen in Österreich ausliefern, in allen Temperaturbereichen.
Wir sind ein echter Multi-Channel-Anbieter, wo sich unsere Kunden auswählen können: kaufe ich im Shop oder online – zum gleichen Preis.

Lebensmittel zu verschicken ist die Königsdisziplin im Handel

Wird der Online-Shop irgendwann den Supermarkt um‘s Eck komplett ersetzen?

Nein, ich glaube nicht, dass es dazu kommen wird. Das Einkaufen hat ja auch eine emotionale Komponente und wird auch gerne als Kommunikationsplattform genutzt.
Außerdem gibt es Bereiche, die wir nur stationär abwickeln können, wie zum Beispiel Bargeldbehebungen an der Kassa.
Die Funktion der Supermärkte wird sich allerdings verändern.
Wir werden über die Kombination des Multi-Channel-Ansatzes „Stationär – Digital“ ein Zurückgehen der großen Verkaufsflächen sehen.
Über das sogenannte „digitale verlängerte Regal“ wird es auch auf kleinen Flächen möglich sein den Kunden die Ware sehr schnell zur Verfügung zu stellen. Es wird in die Richtung gehen, dass ich mir am Weg in die Filiale mein Sortiment online bestelle und bis ich dort bin wartet mein Einkauf schon an der Kassa.

Der Supermarkt wird kleiner, der Online-Shop größer?

Nein. Das Standard-Sortiment im Online-Shop wird sich nur kaum verändern. Es wird sich stark ausweiten in Richtung Spezialsortimente. Ein großes Angebot an glutenfreien oder veganen Produkten anzubieten ist im stationären Handel beispielsweise schwierig, weil der Markt ein sehr kleiner ist, aber online funktioniert das. Außerdem werden wir dazugehörige Dienstleistungen ausbauen. Dazu gehören Paketdienstleistungen dazu oder, dass man sich Zutaten für ein Rezept per Mausklick bestellen kann.

Wie schätzen sie die Akzeptanz der Kunden hinsichtlich Ihrer Innovationen ein?
Ich sehe unsere Rolle als wesentlicher Marktteilnehmer so, dass wir aus Innovationen Trends machen.
Wichtig ist, dass man nicht alles über Nacht aufschaltet und wir werden in einen starken Dialog mit den Kunden gehen.
Das wird sich auch von Standort zu Standort unterscheiden. Es kann sogar sein, dass sich die Filiale im 5. Bezirk von der im 20. hinsichtlich Größe und Angebot unterscheiden wird.
Wir gehen sehr individualisierten Zeiten entgegen.

Gemeinsam mit BILLA-Vorstand Robert Nagele versetzen wir uns in das Jahr 2020 und machen einen Einkauf in der Zukunft:

Ähnliche Artikel
Copyright Franklin Heijnen

Ganz durchdacht ist halb verkauft

Zwei Arten, Handel neu zu denken.

Editorial

Fresh Baguettes in the bakery section of Billa Corso

Guter Riecher

So funktioniert Duftmarketing.

Editorial

Michael Tippl auf dem Kopf gestellt

Erfahrung. Emotion. Erfolg.

RADIO MAX sieht die Welt anders. Teilen Sie unsere Sichtweise. Ab sofort.

Editorial

Ausrede unsinniger Einkäufe

Warum man auch mit viel Anstrengung und noch mehr Kreativität manchmal nur wenig Aufmerksamkeit erreicht

Editorial